Die
Basisgedanken waren gedacht als eine Art Erweiterung der
Trio-Säulen: Weiterf�hrende Texte zu Konzepten und Ideen.
Viele davon sind aber stark veraltet, überholt und/oder hochproblematisch formuliert.
Sie werden aber nicht mehr verbessert und gewähren einen Blick in die die Vergangenheit,
statt die Gegenwart abzubilden.
Seit geraumer Zeit geht die Tendenz dahin, Konzepte und Ideen nur als Stichwort festzuhalten (insbesondere in den
Fragmenten).
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# Kompromiss-Imperativ (HTK 2008-03).
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# Business = Bitchness
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# Perfektionismus schliesst Kompromisse aus (HTK 2007-01).
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# Techno-Verständnis
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# Kunst vs. Wissenschaft
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# Absolutheit?
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# Reproduktives vs. produktives Verstehen (HTK Rip-off 2006-08).
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# Artist-Mixes
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# Gesundschrumpfen (HTK + BBK 2005-05).
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# Ill Communication
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# Frage: Kunst
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# Theorie & Praxis
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# Fassungsvermögen
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# Das Glück des Tüchtigen
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# Konsistenz
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# Kontext
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# Kinderfasching
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# Manche Leute
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# Das Konjunktiv-Verbot
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# Die Sturmschen Regeln
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Business = Bitchness. (HTK 2007-01)
Informationen und Ressourcen sind im Kapitalismus entweder frei ODER wertvoll.
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Techno-Verständnis. (HTK 2006-12)
Der wesentliche Unterschied zwischen Techno-Liebhabern und Nicht-Liebhabern ist wohl der, dass letztere den Bass nicht zu schätzen wissen und es als bedrohlich empfinden, diesen nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren, während die ersteren genau das wollen.
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Kunst vs. Wissenschaft. (HTK 2006-10)
Konsistenz-orientiertes Mixen bzw. Produktion von Tracks unter Berücksichtigung der Bestimmung als Mix-Tools mit vorausschauender Beachtung strengster Konsistenzkriterien als Modell zur Überbrückung des für unüberbrückbar gehaltenen Abgrunds zwischen "Kunst" / Ästhetischem Schaffen und Kulturwissenschaft / Logik / Analyse, integrative Verbindung dieser laut gängiger Theorie unvereinbaren Pole?
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Absolutheit?. (HTK 2006-08)
Anspruch auf Allgemeinbildung bei LKW-Motoren: 0.
Anspruch auf Allgemeinbildung bei Dimensionen des Bewusstseins: Frag-würdig (->Psychofaschismus).
Absolutheit als Funktion der Kenntnis eigener Substanz und fixer Realitätsmechanismen.
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Artist-Mixes. (HTK 2005-10)
Überlegung zu Herangehensweisen:
- Mixen (möglichst) aller Tracks eines Artists, durchaus Facettenreich (etwa eine Artist-Werkschau)
- Beschränkung des Pools zu mixender Tracks auf
baugleiche und
nahezu identische Tracks des gleichen
Artist als logische Konsequenz strikter Konsistenz/Konstanz-Anforderungen (BBK-Ansatz)
Das Integrieren dieser beiden Extreme resultiert (im HTK-Universum) in einem optimierenden
Verarbeiten des Pools aller Tracks eines Artist, mit konsistenten Mixes (aka Übergänge) und "Spannungskurve".
Die Mix-Ansätze und Integrationsideen dabei unabhängig von der Mix-Form und den Details betrachtet -
Abstract vs. Gesamtmix / sonstige Formen, Mindestlänge, Intro, Breaks, Outro, Cutten vs. Blending bzw. Ausspielen der Tracks, Teasing, Mixing-Tricks / Mix Moves etc.).
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Ill Communication. (HTK 2004-01)
"Kommunikation findet nur unter Gleichen statt."
Die Aussage des Celineschen "Snafu"-Prinzips fasst u.a. zusammen, dass ein Vorgesetzter naturgemäss niemals das volle interne Wissen seiner Untergebenen haben wird, denn von ihnen erfährt er es sicher nicht. Je höher die Machtposition ist, die ein Mensch in einem voherrschenden hierarchen System innehat, desto geringer ist sein Wissen über den tatsächlichen Zustand dieses Systems, da hier Wissen mit Macht gleichzusetzen ist, weil es im immerwährenden Konkurrenzkampf um höhere Positionen eine nützliche Ressource darstellt.
Auch in nicht formell hierarschichen Systemen ("Freundeskreis", Alltag, allgemeiner Überlebenskampf) gilt dieses Prinzip: Wenn Wissen mit Macht verbunden ist (also praktisch immer), wird es hoch gehandelt bzw. künstlich verknappt (zurückgehalten), sei es zum Machtgewinn oder Selbstschutz.
So kommt es, dass Menschen sich nicht die ehrliche Meinung gegenseitig ins Gesicht sagen - aus Angst oder Egoismus (also letztlich immer aus Angst) werden Informationen zurückgehalten, Meinungen verschwiegen und Gelegenheiten versäumt.
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Frage: Kunst. (HTK 2003-09)
Ob in Dichtung und Literatur, Malerei, Objektgestaltung oder Musik:
Die gelehrten Häupter scheiden sich seit Jahrthunderten an der Frage, ob erst von "Kunst" zu sprechen sei, wenn Inhalte mit Tätigkeiten verbunden werden, wenn die Tätigkeiten die Inhalte Überhaupt bedingen, oder ob es genüge, eine der "schönen Künste" der Ästhetik willen in ihren technischen Aspekten zu Üben.
Konzeptmixes mit ideellem Überbau und philosophischen Hintergedanken oder wahlloses Aneinanderreihen zufälliger Tracks aus verschiedensten Sparten:
Auch im Bereich zu mixender, elektronischer Musik ist es in jedem Fall von Wert, sich Überhaupt zu aktivieren, auf welche Art auch immer.
Was immer es auch ist - wenn jemand irgendwas tut, entwickelt sich eher etwas, als wenn keiner was tut.
Wenn allerdings Werte und höhere Ebenen erreicht werden, sollte man diese zumindest erhalten, behutsam pflegen und weiterentwickeln.
Die akademische Kunst hat die Innovation zu keiner Zeit ersetzen können, aber ein feiner Standard an Techniken erleichtert die Ausführung einer Idee eher als ein grober.
Womit wir wieder bei der alten, schon immer beantworteten Frage wären: "Kunst" ohne Inhalt, Aussage und Leben braucht keinen hohen Standard - es genügt eine Abgrenzung zwischen dem Produzent und dem Konsument durch die Standardisierung erlernbarer Techniken.
aka Business vs. Ideal.
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Theorie & Praxis. (HTK 2003-08)
Die Grundannahme, dass Theorie und Praxis (im Sinne von Meinung und Handlung) zwei verschiedene Dinge und isoliert zu sehen seien,
fusst auf der Prämisse der Trennung zwischen Materie und Geist.
Heutzutage scheint diese Prämisse nicht mehr haltbar, da sie im Widerspruch zu den Erkenntnissen und Entdeckungen von Wissenschaft und Forschung der letzten Jahrzehnte steht.
Da sind beispielsweise die Nebelkammer-Experimente zu nennen oder die Grundproblematik der Quantenmechanik (die Notwendigkeit einer Raum-Zeit-unabhängigen Subquantenebene), Sheldrake's Morphogenetische Felder, die Entdeckung der Biophotonenemmision, die Kirlian-Fotographie usw.
Auch in der Medizin finden sich Beispiele: Akkupunktur & Akkupressur als populärste Zweige der traditionellen Chinesichen Medizin, scheinbar unerklärliche (aber dokumentierte) schamanistische Wunderheilungen oder der Riesenkomplex der Psychosomatik (Stichwort: Placebo-Effekt).
Ausgerechnet in Bayern ist sogar die "Neue Homöopathie nach Erich Körbler" staatlich anerkannt (eine Methode der Heilung durch geometrische Formen und Zeichnungen - aka Energieschaltdiagramme).
Ganz zu schweigen von den zahlreichen und vielfältigen Untersuchungen zu Phänomenen, die das traditionell mechanistische, materialistische Weltbild mehr als in Frage stellen,
angefangen mit den Lebenswerken von Pionieren wie Nikola Tesla, Viktor Schauberger, Bruno Gröning, Wilhelm Reich oder Raynold A. Moody.
Spätestens seit der Erkenntnis, dass Materie letztlich aus Energie besteht und die physische Realität in dynamischer Wechselwirkung mit dem Unterbewusstsein existiert, sollte die eingangs erwähnte Annahme Überholt sein.
Somit ergibt sich die immense Verantwortung jedes Einzelnen nicht nur für seine Handlungen und Aussagen, sondern genauso für seine Gedanken und Gefühle, denn auch diese formen Realität.
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Fassungsvermögen. (HTK 2003-01)
Das musikalische Fassungsvermögen des DJs bestimmt, wie konsistent er auflegen kann.
Der Faktor musikalisches Bewusstsein sollte proportional zum musikalischen Können sein, was die Selektion betrifft.
Hier spielen natürlich noch weitere Faktoren, beispielsweise Geschmack, Kindheitstraumata, Konzentrationsfähigkeit, Konsumgewohnheiten usw. eine Rolle.
Prinzipiell aber ist dem so, dass ein (lernwilliger) DJ erst im Laufe der Zeit nach und nach in die Tiefen seiner Musik vordringt - und in die Dimensionen des Auflegens. Ein klassischer Fall eines selbstregulierenden
hermetischen Systems. Die anfänglich eher intuitive, emotionsbasierte Vorliebe zur Musik ("den Vibe fühlen") verschwindet nicht unbedingt, aber es tritt ein nüchternes, trockenes Analysieren hinzu, das allmählich immer weiter reicht.
Es deutet sich hier an, dass sich - wie so vieles andere - auch die bereits in der Literatur erschöpfend behandelte Frage nach Sinn und Wert des Verlustes der Unschuld bzw. des Strebens nach Bewusstsein, dem zwangsläfig der Verlust der Unbewusstheit vorangeht (bzw. das Streben nach Vollkommenheit, Einheit aus eigener Kraft, dem der Verlust des unbewussten und passiven Erlebens dieser Einheit vorrausgehen muss), in der Welt der Musik wiederspiegelt. Wie der Mensch im allgemeinen - im Positiven wie im Negativen - die Unschuld, Unbewusstheit längst verloren hat und sich bereits auf dem Weg der Fortentwicklung befindet, so sollen einzelne DJs ebenso den Zustand des unbewussten, rein emotionsgesteuerten ("zufälligen") Aneinanderreihens von Schallplatten / Tracks bereits verlassen haben und beim Auflegen versuchen, ihr Gehirn zum Selektieren zu verwenden.
Diskussion: "Wenn die Leute es nicht merken, macht es doch nix, wenn der DJ scheisse auflegt" oder "Wenn keiner merkt, wie schlecht es ist, dann ist es doch gut" vs. "Es kann nicht sein, dass in einer angeblich fortschrittlichen Sache ein Stillstand eintritt" bzw. "Soll man Berühmtheit wegen ihrer Berühmtheit bewundern oder soll man dementsprechendes Können erwarten?"
Form vs. Inhalt, Schein vs. Sein, Image vs. Substanz etc. pp.
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Das Glück des Tüchtigen. (BBK 2001)
Beim Mixen kommt unter anderem es darauf an, zum richtigen Zeitpunkt das nächste Stück einzusetzen. Da Platten in der Regel im 16er-Takt arrangiert sind, passiert es, dass auch beide Platten gleichzeitig in ein Break Übergehen bzw. aufhören. Dies kann durch Zählen des Taktschemas provoziert werden.
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Konsistenz. (BBK + HTK 2001)
Damit ein Mix Freude hervorruft, müssen die verwendeten Platten in einem gewissen Zusammenhang zueinander stehen. Zumindest müssen sie ein gemeinsames musikalisches Thema, eine gleichartige Geräuschkulisse oder ein Ähnliches Grundgerüst aufweisen. Ein gleichartiges Drumgerüst oder eine Ähnliche Bassline z.B. können im Einzelfall schon genügen, um die Platten harmonieren zu lassen. Ansonsten kann es passieren, dass eine Lücke im Soundgewebe, eine Störung der Stimmungskontinuität entsteht und Filmrisse verursacht. Das kann natürlich auch bewusst genutzt werden, aber im allgemeinen sollte man grobe Konsistenzsprünge vermeiden.
Konsistenz kann auf einen einzelnen Mix, aber auch auf eine komplette Vö bezogen werden, kann als Bewertungskriterium für ein DJ-Set gelten. Konsistenz ist die Bedingung / Vorstufe von kontextbezogenem Mixen, sollte aber nicht mit
Kontext verwechselt werden.
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Kontext. (HTK 2001)
Tracks (auch Platten, die in einem 08/15-Set nicht spielbar erscheinen) können in dem eigens dafür entwickelten musikalischen Szenario untergebracht werden.
Man kauft sich ja beispielsweise eine Platte zuweilen nur wegen der geilen Vorderseite, die so genial in das "normale" Set passt. Die Rückseite, die mit der Vorderseite unter Umständen nur den Namen des Produzenten gemeinsam hat, wird vergessen, weil sie vom ersten Eindruck her unspielbar scheint. Ausgeprägt individuelle Tracks, die ein Gefühl oder eine Stimmung musikalisch ausdrücken oder mit denen der Produzent Eindrücke verarbeitet hat, die also im eigentlichen Sinne Kunst sind, können oft nicht mit DJ-Tools verglichen und nicht mit diesen zusammen in einem Set gespielt werden. Unter Verwendung solch eigenwilliger, ausdrucksstarker Stücke kann man im Mix eine ganz andere musikalische Dimension eröffnen, eine gänzlich andere Klangwelt entstehen lassen, als man sie im gängigen Hit-Set erfahren könnte. Das solchermassen entstehende Set wird wohl kaum von der Staubsaugernasenfraktion des Feiervolks verstanden und angenommen werden. Man benötigt andere Klassifizierungskategorien als nur die Einstufung nach Tanzbarkeit, um einzelne Platten oder ganze Sets zu verstehen, die im allgemeinen mit der Minimal-Aussage "deep" beschrieben werden. Hier endet das Gebiet des ausschliesslich rauscherzeugenden, rein hedonistischen Abfeierns, der schnelle Euphorie-Kick findet seine Begrenzung. Hier ist Bewusstsein gefragt, genauer gesagt: die Fähigkeit, sich auf eine gewisse Tiefe einzulassen, Eindrücke bewusst zu erleben, statt sie einfach an sich vorbei oder in sich hinein fliessen zu lassen, ohne sie richtig wahrzunehmen. Dies setzt eine gewisse innere Ruhe und offene Gelassenheit voraus, die mit einer gehobeneren geistigen Entwicklungsstufe einhergeht. Menschen, die in den Club gehen, damit sie ein paar Stunden nicht mehr an ihr beschissenes Leben denken müssen, mit dem sie so unzufrieden sind, dürften allerdings in der Regel ausserstande sein, sich aufmerksam und offen mit einem Set auseinanderzusetzen, das Ansprüche an den Hörer stellt, und sich sogar noch Gedanken darüber zu machen, was der DJ mit der Kombination der Platten aussagen oder zeigen will. Damit sie es lernen können, müssen sie aber zunächst mal solche Sets geboten bekommen. Dem DJ kommt somit nicht nur eine unterhaltende, sondern auch eine erzieherische Funktion zu. Ein Hörer muss seine Sinneseindrücke verarbeiten und bis zu einem bestimmten Grad ordnen können, um Tiefe wahrnehmen, verstehen und schätzen zu können. Diese Fähigkeit muss trainiert werden. Sie beschränkt sich nicht nur auf den Umgang mit Musik, kann aber hier ausgebildet werden.
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Kinderfasching. (BBK + HTK 2001)
"Kinderfasching" ist eine Metapher. "Kinder-" bezieht sich auf das kindlich-egoistische Denken, das aus mangelndem Respekt vor dem Leben resultiert, speziell vor den Mitmenschen und ihren Bedürfnissen und Rechten. "-fasching" ist im Sinne von Karneval zu verstehen: Man zieht sich eine Maske Über, schafft sich ein künstliches Äusseres, um seine wahre Identität zu verbergen und zu schützen, und lebt dann die ansonsten eher versteckten und verdrängten Aspekte seines Charakters aus. �Kinderfasching� bedeutet, dass die betreffende Person bloss auf sich selbst fixiert ist, nur ihre eigenen Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse als relevant erachtet und die der Mitlebewesen/Mitmenschen vernachlässigt bzw. ignoriert, während sie sich hinter einer Maske bzw. einer Schutzmauer aus Verhaltensmustern versteckt, die zum Teil aus verschiedenen Facetten der Persönlichkeit zusammengesetzt, zum Teil auch nur frei erfunden, improvisiert und geheuchelt ist.
Diese soll dem Gegenüber das Erkennen des dahinterliegenden wahren Ichs erschweren. Häufig haben Menschen, die Kinderfasching betreiben, den Kontakt zu sich selber verloren, bzw. dieses Verhalten hat auch die Funktion, dem Betreffenden das Verstecken vor sich selbst zu erleichtern, und zwar durch Verlagerung des Bewusstseins nach aussen. Der Mensch verwendet also einen solch grossen Teil seiner Energie dafür, eine Fassade nach aussen hin aufrechtzuerhalten, dass er gar keine Möglichkeit mehr hat, sich mit seinem Inneren und seinem Verhältnis zu sich selbst zu befassen. Selbsterkenntnis macht eben nur bei den Sonnenseiten der eigenen Persönlichkeit Spass, daher versuchen vor allem Menschen, die sich selbst und andere belügen, und solche, die man einordnend als Triobot oder Triomat bezeichnen könnte, die für sie unangenehme Selbsterkenntnis zu vermeiden. Innerhalb von sozialen Gruppen kommt es nun gelegentlich vor, dass sich bei einem Gruppenmitglied aufgrund
temporär verstärkten egozentrischen Denkens das Selbstverständnis des Betreffenden von der Identität der Gruppe loslöst, er sein Augenmerk vermehrt auf sein eigenes Wohl richtet und im Zug dessen seine Verantwortung gegenüber der Gruppe vernachlässigt. Dabei tritt häufig das Phänomen einer paradoxen Infantilität zutage: Der betreffende Akteur verlässt sich trotzdem darauf, dass die Gruppe in kritischen Situationen seine Probleme löst. Die Gruppe in ihrer mütterlichen bzw. väterlichen Funktion wird weiterhin (aus-)genutzt, aber die Bereitschaft sinkt, eigene Energie in gruppendienliche Aktivitäten zu investieren. Social Loafing (�der andere macht das schon�) ergänzt sich hier in geradezu beängstigendem Masse mit Egoismus und der Flucht vor Verantwortung für die eigenen Handlungen, aber auch der Verantwortung der Gruppe gegenüber (vgl.
C-F-Theorie und Artists / HTK /
Programmierte und Konstruierte Dummheit).
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Manche Leute. (HTK 2001)
Die Umschreibung "manche Leute" könnte von der HipHop-Kultur kommen: sie dient dazu, sich hinter Aussagen zu verstecken, die so allgemein gehalten sind, dass man in seiner eigentlichen Meinung nicht greifbar wird. Der Bass-Junkee führte diesen Begriff ein, aber auch gewisse andere ehemalige Trio-Mitglieder griffen ihn direkt auf. Die Ausdrücke �manche Leute�, �bestimmte Personen�, �gewisse Leute� oder �einige Leute� wurden benutzt, wenn man nicht die Eier hatte, Personen beim Namen zu nennen oder sich direkt mit ihnen auseinanderzusetzen. Damit wurde es möglich, Partei zu ergreifen, ohne konkret jemanden zu kritisieren, man laberte sozusagen, ohne etwas zu sagen, ohne sein Gesicht zu zeigen. Zweck dieser Übung war es, sich die Anerkennung der Anderen für seine ach so tollen Ansichten zu verschaffen, nicht aber für diese geradestehen zu müssen, speziell in der Auseinandersetzung. Es zeigte sich häufig, dass ausser diesen schönen Worten nichts vorhanden war.
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Das Konjunktiv-Verbot. (BBK + HTK 2001)
Um den subtileren Kinderfaschings-Tendenzen von manchen Leuten entgegenzuwirken, wurde innerhalb des Trio ein Verbot der Benutzung des Konjunktiv in Verbindung mit dem Irrealis erlassen. �Ich sollte, ich könnte, ich müsste� mit dem unausgesprochenen Zusatz: �Ich werde aber nicht� ist sozusagen total out. Statt dessen gilt: �Ich werde�, statt uferlosen gedanklichen Ausschweifungen und unrealistischen theoretischen Konstrukten sind konkrete Schritte und Ansätze angesagt, statt vagen Andeutungen verbindliche Aussagen gefordert, an denen man sich orientieren kann (�Ich werde dies und das deswegen dann und dort auf solche und jene Weise tun�). Bei eindeutigen Ankündigungen und klaren Vereinbarungen ist ersichtlich, ob diese eingehalten werden, sprich: die betreffenden Personen können sich nicht hinter Unverbindlichkeiten verstecken. Zuverlässigkeit ist dadurch keine ungefähre Vorstellung mehr, sondern eine Forderung, die offensichtlich erfüllt wird oder eben offensichtlich nicht.
Bei zweideutigen "vielleicht"-Aussagen wäre eine solche Transparenz nicht möglich.
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Die Sturmschen Regeln. (Sturm 2000)
1. sei niemals auf einem anderen Level als alle anderen Anwesenden
2. wer mischt der zischt
3. wer baut der haut
4. säubern schlägt
5. immer in die Lampe
6. gehen geht immer